Feste, Märkte und Festivals in Österreich: Termine, Kosten und Anreise
Festivals, Festspiele, Märkte, Brauchtumsfeste und Sportveranstaltungen liegen in Österreich oft nur wenige Kilometer auseinander. Genau das macht ein Wochenende hier so ergiebig.
Feste mit langer Geschichte
Aufsteirern in Graz ist eines der größten Volkskulturfeste des Landes und findet im September statt. Die Innenstadt wird dafür über ein Wochenende weitgehend umgewidmet.
Kirtage sind Ortsfeste mit langer Geschichte und finden über das ganze Jahr verteilt statt, meist am Namenstag des Kirchenpatrons.
Sportveranstaltungen mit großem Publikum
Bei Wintersportveranstaltungen ist warme Kleidung wichtiger, als die meisten erwarten. Man steht dort oft stundenlang, ohne sich bewegen zu können.
Eishockey und Handball füllen den Winter abseits des Skisports. Die Hallen sind kleiner, entsprechend leichter kommt man an Karten.
| Wien | Kultur ganzjährig | Donauinselfest, Ballsaison |
| Salzburg | Festspiele, Jazz | Saalfelden |
| Steiermark | Volkskultur, Kulinarik | Aufsteirern in Graz |
| Oberösterreich | Musik und Medienkunst | Ars Electronica, Woodstock der Blasmusik |
Regionale Unterschiede im Programm
Die Steiermark hat einen ausgeprägten Schwerpunkt auf Volkskultur und Kulinarik, mit Festen rund um Wein, Kürbis und Apfel im Herbst.
Niederösterreich ist flächenmäßig groß und entsprechend verstreut. Hier lohnt es sich besonders, vorab nach Terminen in der konkreten Region zu suchen.
Wie man an Karten kommt
Abendkassen öffnen meist ein bis zwei Stunden vor Beginn. Bei kleineren Veranstaltungen reicht das völlig aus. Als Ausgangspunkt für die Suche eignet sich die Übersicht zu .
Viele kleinere Veranstaltungen verkaufen gar nicht online, sondern an der Abendkassa. Das ist unkompliziert, setzt aber voraus, dass man rechtzeitig vor Ort ist.
Praktisches zur Anreise
Die letzten Verbindungen am Abend fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf den Rückfahrplan vor der Anreise erspart einiges.
Campingplätze bei Festivals sind meist im Ticket inbegriffen oder kosten wenig extra. Die Bedingungen dort unterscheiden sich allerdings erheblich.
Von der Buschenschank bis zum Foodtruck
Buschenschanken sind saisonal geöffnet und dürfen nur eigene Produkte ausschenken. Wann sie aufsperren, steht auf den Tafeln der jeweiligen Gemeinde. Weitere Beiträge aus Österreich gibt es unter .
Bei Brauchtumsfesten ist das Essen oft der eigentliche Grund für den Besuch. Vieles davon wird nur einmal im Jahr und nur dort zubereitet.
- Abends kühlt es in höheren Lagen stark ab
- Sonnenschutz ist in den Bergen wichtiger als im Flachland
- Gehörschutz für Kinder bei Open Airs mitnehmen
- Bei mehrtägigen Festivals Gesamtpass mit Tagesticket vergleichen
Märkte als eigene Kategorie
Flohmärkte finden überwiegend an Samstagen statt und starten früh. Wer etwas Bestimmtes sucht, sollte zu Beginn dort sein.
Wochenmärkte gibt es in praktisch jeder größeren Gemeinde, meist an ein bis zwei fixen Tagen. Sie sind kein Event im engeren Sinn, prägen den Ortsalltag aber deutlich.
Was am Ende bleibt
Unterm Strich gilt: Weniger Programmpunkte, dafür mehr Zeit für den einzelnen. Das gilt für Festivals genauso wie für Adventmärkte.
Wer ein Jahr lang mitschreibt, was gefallen hat, hat im Folgejahr eine bessere Grundlage als jede Empfehlung von außen.
Festspiele und klassisches Kulturprogramm
Die Preisspannen sind erheblich. Zwischen Stehplatz und bester Kategorie liegt bei großen Häusern häufig der Faktor zwanzig.
Karten für die bekannten Produktionen sind früh vergriffen. Wer flexibel ist, findet oft noch Plätze bei Nebenveranstaltungen oder bei Vorstellungen unter der Woche.
Die vier Jahreszeiten und ihre Termine
Schulferien verschieben die Besucherzahlen spürbar. In den Sommerferien sind Familienveranstaltungen voller, in den Semesterferien die Wintersportorte.
Dazwischen liegen die Festspiele, die traditionell im Juli und August stattfinden, sowie die Brauchtumstermine im Frühherbst, wenn das Vieh von den Almen kommt.
Einlass, Kontrolle und Hausordnung
Eigene Getränke sind auf abgesperrten Geländen meist nicht erlaubt. Bei kostenlosen Stadtfesten gilt das in der Regel nicht.
Der Einlass beginnt üblicherweise ein bis zwei Stunden vor Programmstart. Bei Sicherheitskontrollen entstehen dort schnell Wartezeiten.
Ostermärkte laufen in den zwei Wochen vor dem Fest und sind deutlich kleiner als die Adventmärkte, dafür auch weniger überlaufen.
Was ein Veranstaltungswochenende kostet
Bei Festspielen lohnt der Blick auf günstigere Kategorien. Ein Stehplatz kostet oft einen Bruchteil und bietet je nach Haus eine gute Sicht.
Das Ticket ist selten der größte Posten. Unterkunft und Anreise machen bei einem Wochenende außerhalb der eigenen Region meist den Hauptteil aus.
Was für Besucher mit Einschränkungen gilt
Große Kulturhäuser sind überwiegend barrierefrei zugänglich und halten eigene Plätze bereit. Diese werden telefonisch oder über ein eigenes Formular gebucht, nicht im normalen Onlineverkauf.
Historische Altstädte mit Kopfsteinpflaster sind für Rollstühle und Kinderwagen anspruchsvoll. Das betrifft besonders Adventmärkte in den Innenstädten.
Sommerfestivals im Überblick
Das Donauinselfest in Wien ist eine Besonderheit, weil der Eintritt frei ist. Es zieht regelmäßig ein Millionenpublikum an und läuft üblicherweise Ende Juni über drei Tage.
Das Grafenegg Festival in Niederösterreich setzt auf klassische Musik unter freiem Himmel. Gespielt wird auf der Wolkenturm-Bühne im Schlosspark.
Fragen aus der Praxis
Wie früh sollte man Tickets kaufen?
Bei großen Festivals lohnt der Frühverkauf, der oft kurz nach der laufenden Ausgabe startet. Bei kleineren Veranstaltungen genügt meist die Abendkassa.
Wann ist es am ruhigsten?
Im November. Wer Kulturprogramm ohne Andrang sucht, findet in diesem Monat die besten Bedingungen und die günstigsten Unterkünfte.
Wie findet man kleinere Veranstaltungen?
Über Gemeindezeitungen, Aushänge vor Ort und regionale Ankündigungen. Vieles davon wird nie online beworben.
Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.